Tag der Arbeit

02.05.2017

Andi:

Am 1.Mai, Tag der Arbeit, ging ich wieder einmal auf die Strasse.

Ok, ich war nicht demonstrieren, nicht rennen, sondern locker Velofahren. Aber immerhin. Regen? Egal. Tat gut? Tat richtig gut! Lange war es her, dass ich mich körperlich betätig hatte. Es war der 18. März während der Nacht-OL Meisterschaft, als ich nach einer Stunde rennen plötzlich ein Knacksen in meinem linken Fuss hörte. Die folgenden 10 Sekunden zählen nicht zu den schönsten meines Lebens, denn mir wurde sofort klar, was dieses Knacksen bedeuten würde: Kein Weltcuprennen im Frühling und keine WM im Sommer.

Gelände in Estland: Etwas zwischen Himmel und Hölle

Die Untersuchungen in den Tagen darauf bestätigten mein Gefühl und zeigten einen Durchbruch des liken Mittelfussknochens. Nicht das, was ich nach einem verletzungsreichen letztem Jahr und einem Winter mit viel Alternativtraining, noch gebraucht hätte. Eine Woche später wurde der Bruch mit einer Schraube operativ befestigt und seither humple ich seit 5 Wochen an den Stöcken durchs Leben. Die Schonzeit neigt sich aber bald dem Ende und ich kann langsam wieder beide Beine gebrauchen.

Ich möchte mich an dieser Stelle auch herzlich bedanken, für all die Unterstützung und aufmunternden Worte, während dieser für einen Sportler nicht ganz angenehmen Zeit. Obwohl ich mein Sofa zu Hause über alles liebe, so nahm die Unruhe darauf stetig zu in den letzten Tagen: Ich will wieder raus und herumrennen. Und das werde ich auch bald wieder. Ab heute wird wieder gearbeitet.

 

Chlai:

Am 1. Mai, Tag der Arbeit, schlief ich bis 10 Uhr.

Nicht nur von der 10mila war ich müde. Zwei intensive Trainingswochen in Estland zehrten an meinen Kräften. Die 12 Stunden Schlaf am Stück waren genau das Richtige in dieser Situation. Dazu noch im eigenen Bett, herrlich!
Was ich aber bereits am ersten Morgen zu Hause wieder vermisste war das Frühstückbuffet. Nach zwei Wochen Frühstücksbuffet mit Pancakes, Speck, Ei, Lachs etc… war die Umstellung auf das Brot mit Konfitüre nur schwer zu verdauen.


In Action an der 10mila!

In einer Woche geht es bereits wieder nach Estland. Es geht um die Vergabe der WM-Tickets. Ein Ticket habe ich bereits gebucht (Persönlicher Startplatz über die Mitteldistanz). Zwei Sprints, eine Mitteldistanz und eine Langdistanz (11.-14.Mai) werden Aufschluss geben, ob ich an der WM mehrfach zum Zug kommen werde.

Auf dem höchsten Berg von Estland!

Mal schauen, ob Estland so etwas wie „Frühling“ kennt. Es wäre auf jeden Fall schön, wenn ich dem OL-Dress in Estland auch einmal eine Chance geben könnte (In den letzten zwei Wochen bevorzugte ich in Estland  bei den OL-Trainings  das Trainerjäckli gegenüber dem OL-Dress, da es schlicht und einfach saukalt war).

Auch das ist 10mila

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