Fragen über Fragen

19.03.2019

Kyburz und Kyburz: Was ihr sicher schon immer über uns wissen wolltet.

Interview für AOLV News kreuz und quer über Gott und die Welt:

MK= Matthias Kyburz; AK= Andreas Kyburz

Interview AOLV

Erfolg auf drei Worte reduziert?

MK: Leidenschaft, Leidensbereitschaft, Akribie.

Haut-Cuisine oder Fastfood?

AK: Ich habe mal beides kombiniert. Zuerst ass ich in einem noblen Restaurant. Das Essen dort war zweifelslos exquisit (und teuer), die Portionen dementsprechend klein. Bevor ich wieder zu Hause angekommen bin, knurrte wieder mein Magen und ich steuerte die nächste Dönerbude an. Essen muss bei mir in erster Linie den Magen füllen. Nach einem harten Training und richtig Kohldampf schmeckt ein Teller Pasta sowieso besser als alles, was in einem schicken Restaurant serviert wird.

Gäbe es eine bessere Frage als «Sie haben gewonnen! Was geht Ihnen durch den Kopf?»

MK: «Sie haben gewonnen!», ist immer schon einmal ein sehr guter Anfang. «Was geht Ihnen durch den Kopf?», finde ich immerhin besser als «Haben Sie es bereits realisiert?» Am liebsten würde ich aber eine Antwort auf die Frage geben:» Was wünschen Sie sich zum Apéro für die Siegesfeier?»

Wieso kommst du nach Verletzungen stärker zurück?

AK: Spitzensportler befinden sich in einem schmalen Band zwischen zu viel und zu wenig trainieren. Trainiert man zu viel, verletzt man sich. Trainiert man zu wenig oder falsch, ist man den Anforderungen nicht gewachsen und kann sich ebenfalls verletzen. Hinterfragt man eine Verletzung ernsthaft, stellt man fest, dass es meistens wenig mit Pech zu tun hatte. Zieht man daraus die richtigen Schlüsse, kommt man stärker zurück als vorher.

Was bedeutet mir Mode?

MK: Mode kommt bei mir nicht an erster Stelle. Ich versuche mich dem Anlass entsprechend zu kleiden. Selbstverständlich versuche ich grosse Modesünden zu umgehen. Ich kann da den Instagram-Account «orienteeringfashion» sehr empfehlen. Da findet man einige Perlen, wie man sich nicht kleiden sollte im OL…

Dein neuster Einkauf?

AK: Eine Tourenski-Ausrüstung. Wieso soll ich die Gondelbahn benutzen, wenn ich auch auf den Berg laufen kann?

Deine Meinung zur Sendung ‘Bachelor’?

MK: Die Sendung hat viele Parallelen zum OL: Ich suche Posten in Aargauer Dornenwälder, der Bachelor sucht mithilfe von Rosen eine Frau. Ich interpretiere die Karte teilweise nicht richtig, der Bachelor versteht die Frauen auch nicht immer. Ich will so schnell wie möglich ins Ziel kommen und beim Bachelor ist die Beziehung meistens auch blitzartig vorbei.

Wann und was schaust du im TV?

AK: Wann: Auf dem Sofa zu Hause meist am Abend oder auf dem Crosstrainier im Fitnessstudio. Was: Sport, Nachrichten, Doks und kürzlich Dinner for One. Für Unterhaltung bin ich auf Netflix umgestiegen. 

Deine Grösste Stärke?

MK: Ich kann mich sehr gut in ein Team integrieren. Am Eindrücklichsten sieht man das jeweils bei der Team-SM. Da darf ich seit jeher nichts zur Teamtaktik beitragen und muss mich der familieninternen Hierarchie unterordnen.

Hörst du Musik?

AK: Auf dem Spinning-Velo ein Must, beim Rennen nur bei üblen Motivationsproblemen. Zu Hause läuft Radio Top und bekomme ich viel von Helene Fischer mit - nach dem letzten Kino-Besuch (Bohemian Rhapsody) zum Glück vermehrt auch Queen.

Der Reiz an Aargauer Wälder?

MK: Da kann man auf Wegen richtig «blochen» und man hat die Sicherheit, dass man sich auf der Idealroute befindet! Zudem freut man sich, nach einem Wettkampf im Aargau, ins Trainingslager ins Ausland zu fahren.

Deine Erinnerungen an das Nachwuchskader Aargau?

AK: Stolz, Snöggle und Berglauf auf den Rabbit Mountain (brauchte ein paar Jahre, bis ich das mit dem ‘Rabbit Mountain’ kapierte).

Wieso Cremeschnitten und nicht einfach Schoggi?

MK: Schoggi ist Routine. Von Zeit zu Zeit die Routine zu durchbrechen tut gut. Cremeschnitten haben zudem den Vorteil, dass man sie oft 50% verbilligt kaufen kann, was bei Schoggi eher selten der Fall ist!

Ein Fehler, den du nie mehr wiederholt hast?

AK: Ich habe mal nach einer langen Wanderung voller Heisshunger ein Packchips und eine Glace verschlungen. Kurz darauf ging ich noch eine Stunde joggen. Keine Ahnung, wieso ich das tat, aber ich werde es nie wieder tun.

Was hast du diese Woche Verrücktes gemacht?

MK: An Weihnachten habe ich beim Jassen vier Bauern gewiesen. Dabei muss man wissen, dass wir einen Sechser-Schieber gemacht haben und ich somit nur sechs Karten zur Hand hatte! Damit brachte ich mein Team auf die Siegesstrasse zurück!  

Was braucht bei dir zu Hause am meisten Platz?

AK: Der Star in unserer Wohnung sind eindeutig die beiden 1.40m Betten im Schlafzimmer. Ergibt 2.80m Spielwiese und ungestörter Schlaf. Kann ich jedem nur empfehlen.

Wie viele Paar Schuhe hast du zu Hause?

MK: Im Eingangsbereich 5, Auf dem Balkon 15 Trainingsschuhe und im Keller nochmals etwa 10 Wettkampf- bzw. Trainingsschuhe. Also ca. halb so viele wie meine Freundin!

Wie oft hast du schon den Zug verpasst?

AK: Verpasst habe ich einen Zug noch fast nie, aber es wird praktisch jeden Morgen eng. Je nach Lichtsignal-Lage kann man die Velofahrt bereits als erste Trainingseinheit werten. Handkehrum: Wenn ich mehr als 2 Minuten zu früh am Bahnhof bin, dann nerve und langweile ich mich.

Dein Morgenritual?

MK: Wecker abstellen, anziehen und dann die Nachtlinsen rausnehmen. 
Beim Morgenessen lese ich die Sonntagszeitung vom vergangenen Sonntag. So bin ich nie mehr als eine Woche im Verzug mit News…

Wie lange brauchst du um für ein wöchiges Trainingslager zu packen?

AK: Ich würde mir zutrauen, alles in einer halben Stunde gepackt zu haben. Ich habe schon gut gegen die 100mal für ein Trainingslager gepackt in meiner Karriere. Manchmal sind alle Kleider noch in der Wäsche und ich kann das gleiche gerade wieder einpacken.

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