TL Italien

21.03.2013

Die kurzen Hosen, die Badehosen und die Sonnenbrillen räumten wir gestern wieder ungebraucht aus unseren Reisetaschen. Eine etwas ernüchternde Tatsache, doch wir sind ja nicht zum Sonnenbaden nach Süditalien gereist. Die Sportutensilien wurden rege benützt.

Das wöchige Trainingslager dauerte eigentlich nur 6 Tage. 2 Tage waren für die Hin- und Rückreise reserviert. Die kurze und intensive Zeit verbrachten wir nahe Castellaneta Marina in Süditalien.

Bravo, bravo!

-       Die beiden Sprints in Matera und Castellaneta. Sprint OL vom Feinsten.

-       Chlai konnte die Gesamtwertung der 3 gelaufenen Wettkämpfe (MOC) für sich entscheiden.

-       Statt nach Schlamm und Sumpf duften unsere dreckigen Kleider diesmal nach Rosmarin, das es überall in den Wäldern gab.

 

Mamma mia!

-       Die italienische Küche erlebten wir schon besser, besonders die „secondi piatti“ erwiesen der italienischen Küche nicht ihre Ehre.

-       Kybi fand das Essen wirklich nicht super toll und liess es nochmals einen Nachmittag lang Revue passieren.

-       „Alles“ was zu gross ist, um aus dem Autofenster zu werfen wird im nahe gelegenen Wald entsorgt. So sah man bei einem Training vor lauter Autoreifen, Velos und Kühlschränke beinahe den Wald nicht mehr.

 

Und zum Schluss noch dies…

Da verirrte sich eine Katze auf eine hohe Palme in unserer Hotelanlage. Die Vorstellung eines qualvollen Hungertodes raubte manchem gestandenem Zeitzeugen den Schlaf. In ihrer aussichtslosen Lage gefangen, erbarmte sich das Männerteam dieser vom Schicksal verwünschten Kreatur und nahm sich heldenhalt deren Sache an.

Erste verzweifelte Versuche mit auf einem Parkplatz gefundenen Bagger und Hebebühne schienen vielversprechend, doch scheiterten letztlich bereits daran, dass wir die Dinger nicht zum Laufen brachten. War vielleicht sowieso besser so.

Ein ausgeklügelter Plan wurde in der Folge entworfen: Via einem Seil sollte ein Korb nach ganz oben gezogen werden. Die Katze springt freudig dankbar in diesen, wir ziehen den Korb nach unten, lassen die arme Miezekatze frei und bekommen Ende Jahr den Prix Courage.

So einfach war’s nicht.

Step 1:

Wir warfen eine Wasserflache mit einem Seil dran über die Palme. Etliche Versuche und Wasserflachen später gelang Chlai ein solider Wurf. Die Flasche mit dem Seil dran blieb aber aufgrund des hohen Reibungswiderstandes der Palmenblätter auf der anderen Seite weit oben hängen.

 

Step 2:

Mittels mit einem Widerhacken bestückten Stab zogen wir von einer Leiter aus das Seil ganz runter.

 

Step 3:

Ein Korb wurde am Seil befestigt und raufgezogen. Am unteren Ende des Korbes befestigten wir auch ein Seil um ihn wieder runter zu ziehen.

 

Step 4:

Nun lag es an der Katze. Doch sie wollte nicht. Dabei hatten wir Leckereinen in den Korb gelegt wie Pasta, Fleisch und Fisch. Mittels Gewalt (Feuerwehrschlauch) war auch nichts zu erreichen. Über Nacht wurde der Hunger wohl aber zu gross und am nächsten Morgen war die Katze im Korb.

 

Step 5:

Der einfachste Teil. Korb mit Katze herunterziehen.

 

Step 6:

Ende gut, alles gut.

 

 

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