Typisch Weltcup

18.06.2015

Weltcup in Norwegen ist dann wenn:

 

Man unterwegs einen Elch sieht


Wenn die geschätzte Siegerzeit in der Langdistanz um 3 Sekunden daneben lag.


Wenn man einige richtige lange „Faden“ hat. Etwas untypisch nur, dass die 2-km-Weg-Umlaufroute deutlich am schnellsten war.


Wenn die meisten Läufer wie tote Fliegen im Ziel herumliegen.

 

Für die Sprintstaffel OL Schuhe und Stülpen die richtig Wahl waren.

 

Weltcup in Norwegen ist aber auch wenn:


- Man 2 Minuten Startintervall ohne Gabelungen hat um Zuschauerfreundlich zu sein. (Anmerkung der Redaktion: Auf dem Gelände wurden weniger Zuschauer gesichtet, wie der OLK Fricktal aktiv Mitglieder hat (< 15). Eine TV-Station war nicht vorhanden. Die einzigen Zuschauer waren eine Primarschulklasse, welche es aber ohnehin nicht länger als 1h ausgehalten hatt
e. Die OL-Beiz, wo man bei einem Bierli und Pommes noch bis in spät in den Abend über die Bahnen Fachsimpel könnte, bestand aus einem 4*4 Meter grossem Party Zelt. Spezialität war Filterkaffe.)

 

- Man im OL-Mekka Halden ist und der Bürgermeister die Ehre hat vor 15 Zuschauern (Wobei alles Teammitglieder waren) die Sieger zu küren.

 

 

Weltcup in Schweden ist dann wenn:

 

- Man von Glücksgefühlen überschwemmt wird, wenn man die Mitteldistanzkarte zum ersten Mal in den Händen haltet.


- Man quer über einen 200 Meter breiten Sumpf stampfen kann und es die schnellste Route ist.



Weltcup in Schweden ist aber auch wenn:


- Man sich auf einen Weltcupsprint nur bedingt freut. (Ganz im Gegensatz zur Schweiz)


- Die Kartenaufnehmer mit dem Wort „generalisieren“ nur wenig anfangen können.


- Die Mehrzahl der Helfer beim einweisen des Parkplatzes eingesetzt werden (mehr wie der OLK Fricktal aktiv Mitglieder hat), aber die SI-Einheiten nicht richtig geprüft werden.


- Die Weltcupbahn im Sprint dem Leistungsniveau der Kategorie Scool entspricht, aber die Smilies und Frusties nicht gesetzt werden (Oder vergessen wurden zu setzen, man weiss es nicht so genau). Immerhin stand kein Posten falsch, im Gegensatz zur Sprintstaffel in Norwegen.


- Man die Rangliste, die Startliste oder das Wettkampfzentrum im Internet sucht und es als Insider auch nach 5 Minuten noch nicht gefunden hat. Da triff das Sprichwort zu, dass man sich an einen solchen Wettkampf verirren muss, wenn man zuschauen will! Da sich Orientierungsläufer nicht so oft verirren, waren folglich auch in Schweden fast keine Zuschauer vorhanden.


- Man mit Per Forsberg bedauern hat, weil man nicht weiss, für wen er seinen Job macht. (Normalerweise läuft es einem kalt den Rücken runter wenn Per Forsberg zu seinen legendären Kommentaren ansetzt.)

 

 

Es ist wohl zu erkennen, dass bei unseren Kommentaren z.T. unterschwellig etwas Enttäuschung und Frustration mitschwingt, aber der Wahrheitsgehalt ist bemerkenswert hoch. Trotz aller Kritik waren es mehrheitlich tolle Läufe!

Ich und Andi haben unseren Job so gut wie möglich gemacht und einige Male brilliert, aber auch einige Male Nerven gezeigt.

Das Wichtigste: Die Tickets für die WM, unser Hauptziel, haben wir am Weltcup ergattert. Ich dank einem weiteren Weltcupsieg ohne Probleme, Andreas wie schon in den letzten beiden Jahren denkbar knapp.
Sei’s drum, auch dieses Jahr ist an der WM jeder Tag ein Kyburz-Tag.
Andreas wird im Sprint am Start stehen und ich springe bei den restlichen Einsätzen in die Presche! (Sprintstaffel, Mittel, Staffel, Lang)

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